Neue Majestäten, besondere Gäste und viele gemeinsame Momente: Die Breniger Schützen blicken auf zwei rundum gelungene Festtage zurück.

Zwei Tage Schützenfest, viele Begegnungen und gleich mehrere Geschichten, die in Erinnerung bleiben werden: Am 29. und 30. August wurde rund um das Breniger Schützenhaus gefeiert, mitgefiebert und natürlich geschossen.

Dabei zeigte sich einmal mehr, dass unser Schützenfest weit mehr ist als die Suche nach den neuen Majestäten. Es ist ein Wochenende, an dem Generationen zusammenkommen, Freundschaften zwischen Vereinen gepflegt werden und Brauchtum genauso seinen Platz hat wie Party, Schießwettbewerbe und Familienprogramm.

Und manchmal schreibt der Schießstand dabei Geschichten, die man vorher kaum besser hätte planen können.

Wenn der Schießmeister Ernst macht …

Eine davon schrieb Markus Hergarten. Seit 44 Jahren ist er Mitglied unserer Bruderschaft und als Schießmeister eigentlich derjenige, der dafür sorgt, dass beim Schießen alles seinen geregelten Gang geht. Einen eigenen Majestätentitel hatte er in all diesen Jahren allerdings noch nie errungen.

Das änderte sich am Samstag.

Mit dem 94. Schuss holte Markus den Königsvogel von der Stange und darf sich erstmals Schützenkönig der Breniger Schützen nennen. Nach mehr als vier Jahrzehnten Vereinszugehörigkeit dürfte dieser Titel damit einen ganz besonderen Platz in seiner persönlichen Schützengeschichte bekommen.

Erster Versuch, erster Titel

Dass es manchmal deutlich schneller gehen kann, bewies Alina Sabel beim Bürgerkönigsschießen. Sie trat in diesem Jahr zum ersten Mal an – und benötigte gerade einmal 20 Schuss, um den Vogel von der Stange zu holen.

Damit steht fest: Unsere neue Bürgerkönigin heißt Alina Sabel. Ein Einstand nach Maß!

Sieben auf einen Streich

Bei Klara Clasen kann man dagegen kaum noch von einem Überraschungserfolg sprechen. Mit dem 37. Schuss sicherte sie sich den Titel der Schützenliesel – und das bereits zum siebten Mal.

Sieben Titel sprechen eine ziemlich deutliche Sprache: Wenn es beim Liesel-Schießen ernst wird, sollte man Klara besser auf der Rechnung haben.

16 Schuss – schneller war keiner

Auch beim Nachwuchs gab es Grund zum Feiern. Fynn benötigte gerade einmal 16 Schuss, um den Vogel von der Stange zu holen und sich seinen ersten Majestätentitel als Jugendprinz zu sichern. Kein anderer Vogel fiel an diesem Wochenende schneller.

Für Fynn ist es damit ein ganz besonderes Schützenjahr. Erst gelang ihm 2026 erstmals die Qualifikation für einen Start bei der Deutschen Meisterschaft, nun folgt der erste Majestätentitel.

Und noch eine schöne Familiengeschichte steckt dahinter: Fynn ist der Sohn unserer amtierenden Schützenkönigin Sandra Gerlach. Das Talent am Gewehr scheint in der Familie also durchaus vorhanden zu sein.

Danke für ein besonderes Regentschaftsjahr

Bevor unsere neuen Majestäten offiziell ihre Regentschaft antreten, möchten wir denjenigen Danke sagen, die unsere Bruderschaft im vergangenen Jahr repräsentiert haben.

Allen voran unserer Schützenkönigin Sandra Gerlach und ihrem Prinzgemahl Oliver. Sandra konnte ihrem Breniger Königstitel im Laufe ihres Regentschaftsjahres einen weiteren großen Erfolg hinzufügen und wurde Kreiskönigin des Kreises 10.1 im Rheinischen Schützenbund.

Auch unser Jugendprinz Leon Gruttke war über Brenig hinaus erfolgreich und errang zusätzlich den Titel des Kreisjugendkönigs. Unsere Schützenliesel Ulrike Meyer vervollständigte das Majestäten-Team, das unseren Verein durch das vergangene Jahr begleitet und bei zahlreichen Gelegenheiten vertreten hat.

Für Sandra und Leon steht sogar noch ein letztes großes Highlight ihrer Regentschaft bevor: Durch ihre Erfolge auf Kreisebene haben sich beide für das Landeskönigs- beziehungsweise Landesjugendkönigsschießen qualifiziert. Ende September treten sie im Rahmen des 68. Rheinischen Schützentages in Neuss an.

Wir drücken euch beiden dafür kräftig die Daumen und wünschen euch viel Erfolg!

Unser Dank gilt ebenso unserer Schülerprinzessin Antonia Doumet und unserem Bürgerkönig Florian Mandt. Beide konnten beim diesjährigen Schützenfest leider nicht dabei sein, da sie zeitgleich im Zeltlager der Pfarrgemeinde unterwegs waren – Antonia als Teilnehmerin und Florian als Leiter.

Freunde zu Gast in Brenig

Was wäre ein Schützenfest ohne die Menschen, die den Weg zu uns nach Brenig finden? Besonders der Sonntag stand wieder ganz im Zeichen der Begegnung mit Freunden aus dem Schützenwesen, der Politik und unserem Ort.

Ganz besonders gefreut haben wir uns über den erneuten Besuch unseres Diözesankönigs Michael Monschau mit seiner Königin Gisela. Dass beide in diesem Jahr bereits mehrfach bei uns in Brenig zu Gast waren, ist für uns ein schönes Zeichen der Verbundenheit. Ebenso herzlich begrüßen konnten wir Gabriel Hilowe aus Bornheim, den amtierenden Diözesan-Bambiniprinzen.

Auch unser Bezirksverband Bund Vorgebirge war prominent vertreten: Bezirksbundesmeister Gottfried Schmitz, Bezirkskönigin Vanessa Klein aus Merten, Bezirksprinzessin Emilia Klein aus Merten sowie Carolin Klick aus Nettekoven, Bezirksschülerprinzessin und zugleich Bezirksprinzessin im Rheinischen Schützenbund, feierten mit uns.

Ein großer Dank gilt außerdem unseren befreundeten Bruderschaften und Vereinen aus Alfter, Bornheim und Botzdorf, Heimerzheim, Kardorf und Waldorf sowie Nettekoven-Impekoven und den Schießsportfreunden Lengsdorf. Mit ihren Majestäten, Brudermeistern, Würdenträgern und Mitgliedern tragen sie Jahr für Jahr dazu bei, dass der Schützenfestsonntag zu einem echten Treffen unter Freunden wird.

Auch aus Politik und Stadtgesellschaft durften wir zahlreiche Gäste begrüßen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Kretschmer, unser Landtagsabgeordneter Oliver Krauß und Ortsvorsteher Wilfried Hanft waren ebenso zu Gast wie Vertreter unserer Breniger Ortsvereine.

Dem Junggesellenverein, der Männerreih, der Frauengemeinschaft und unseren Nachbarn vom Spiel- und Sportverein Allemannia Brenig gilt dabei ein besonderer Dank: Ihr besucht unsere Feste nicht nur, sondern unterstützt uns regelmäßig tatkräftig. Genau dieses Miteinander macht das Dorfleben in Brenig aus.

Ein Dudelsack nach der Messe

Einen besonderen Moment gab es bereits nach der Heiligen Messe am Sonntag mit unserem Präses Pfarrer Glowacky.

Martin Fischer sorgte anschließend mit seinem Dudelsack für eine musikalische Begleitung, wie wir sie auf unserem Schützenfest so noch nicht erlebt hatten. Martin hat mit seinem Instrument bereits zahlreiche bekannte kölsche Bands begleitet – und sorgte auch in Brenig für einen außergewöhnlichen und stimmungsvollen Moment.

Für uns war das etwas ganz Besonderes und sicherlich eines der Bilder und Klangerlebnisse, die von diesem Schützenfest in Erinnerung bleiben werden.

Gastkönigin und eine fast perfekte Zehn

Natürlich wurde am Sonntag auch wieder geschossen.

Beim Gastkönigsschießen durfte schließlich Lieselotte Hanfland aus Kardorf und Waldorf jubeln. Wir gratulieren unserer neuen Gastkönigin ganz herzlich!

Eine bemerkenswerte Leistung gab es auch beim Ehrenpreisschießen: Willi Gennrich aus Bornheim erzielte mit einem Teiler von gerade einmal 20 die beste Zehn des gesamten Wettbewerbs. Damit sicherte er sich zugleich den Sieg beim Ehrenpreisschießen in der Seniorenklasse.

Zwei Tage, die nur gemeinsam funktionieren

Ein solches Wochenende funktioniert aber nur, weil viele Menschen bereit sind, mit anzupacken.

Deshalb gilt unser herzliches Dankeschön allen Helferinnen und Helfern, die beim Aufbau, hinter den Theken, in der Küche, auf dem Schießstand, beim Kinderprogramm, beim Aufräumen und an vielen anderen Stellen im Einsatz waren. Ebenso danken wir unseren Freunden und Förderern, unseren Gastvereinen, den Breniger Ortsvereinen und allen, die uns unterstützt haben.

Und vor allem: Danke an alle, die uns besucht und gemeinsam mit uns gefeiert haben.

Nach dem Schützenfest ist dabei fast schon wieder vor dem nächsten Fest:

Am 10. Oktober sehen wir uns beim Oktoberfest in Grün-Weiß im Schützenhaus wieder. Dann werden unsere neuen Majestäten feierlich gekrönt – und natürlich anschließend gemeinsam gefeiert.